Wanderungen im Valsavarenche



    • Eau Rousse - Levionaz Dessous
    • Ausgangspunkt: Eau Rousse (1666 m); Ziel: Alpe Levionaz Dessous (2648 m); Höhenmeter: 982 m; Laufzeit hin und zurück: 6:30 Stunden; Schwierigkeitsgrad: E; empfohlene Jahreszeit: Juli-September.

 

      Wegbeschreibung: Wir fangen unsere Wanderung im lieblichen Dorf Eau Rousse an ("Rotes Wasser" auf Französisch wegen des typischen in der Gegend fliessenden Wassers); nachdem wir den Bach Savara überquert haben und vorbei an Alpen der Talsohle gelaufen sind, steigen wir in einem erwachsenen Lärchen- und Fichtenwald hinauf; hier muss uns die Schönheit einiger Bäume nicht von der Beobachtung der Anwesenheitszeichen der typischen Ortsanwohner ablenken, wie das Eichhörnchen und der Schwarzspecht. Wir treffen den ab Tignet hinaufsteigenden Weg und wandern weiter bis zur Alpe Levionaz Dessous, wahrscheinlich die wichtigste des Seitentales; in der Nähe steht eine den Naturforschern reservierte Hütte, so wie die Parkwächterhütte. Wir können weiter durch das weite Plateau von Levionaz laufen; so lassen wir die Alpe Levionaz du Milieu auf unserer linken Seite und gelangen zur letzten Alp (Levionaz Dessous), nachdem wir den Weg nach dem Col (Pass) Lauzon verlassen haben. Das Gebiet ist von hohem naturalistischen Interesse und ist fast einzig in seinem Tierreichtum im ganzen Park, und das wegen der Vielfalt von Tierarten sowie wegen der Anzahl an Stücken.



    • Dégioz - Orvieille - Laghi (Seen) Djouan
    • Ausgangspunkt: Dégioz (1540 m); Ziel: Laghi Djouan (2516 m); Höhenmeter: 976 m; Marschzeit hin und zurück: 7 Stunden; Schwierigkeitsgrad: E; empfohlene Jahreszeit: Juli-September.

 

      Wegbeschreibung: Aus Dégioz, dem Hauptort des Valsavarenche, überqueren wir den Bach Savara und erreichen den Weiler Vers le Bois, wo der historische Saumweg nach dem ehemaligen königlichen Jagdhaus Orvieille anfängt. Der durchgewanderte Wald und das Weideplateau beim Jagdhaus bieten viele naturalistische Anregungen dar; doch sind es der Saumweg und das Jagdhaus selbst die Anziehungspunkte dieses ersten Routenabschnittes, da sie reich an Geschichte und stark zur Tradition der Königsjagden von Vittorio Emanuele II verknüpft sind. Nach dem Plateau von Orvieille wandern wir weiter Richtung Alpen Djouan und Tzoplana und nachher dringen wir mit sanftem Anstieg in das Seitental der Djouanseen ein. Dank der Blütezeit der Alpenwiesen und der Anwesenheit von Murmel- und Huftieren ragen hier die natürlichen Aspekte hervor. Zum Abstieg können wir vom Jagdhaus dem Naturlehrpfad nach Eau Rousse folgen.



    • Alpeggio Pravieux - Rifugio (Schutzhütte) Chabod
    • Ausgangspunkt: Alpeggio Pravieux (1834 m); Ziel: Rifugio Federico Chabod (2750 m); Höhenmeter: 916 m; Marschzeit hin und zurück: 4:30 Stunden; Schwierigkeitsgrad: E; empfohlene Jahreszeit: Juni-September; Anmerkung; vom Rifugio Chabod kann die Wanderung mit der Durchquerung nach dem Rifugio Vittorio Emanuele II fortgesetzt werden.

 

      Wegbeschreibung: Kurz vor Pont Savarenche überqueren wir den Bach Savara bei der Alpe Terré. Nachdem wir an einer anderen Alp vorbei gelaufen sind, steigen wir in einem Lärchen- und Arvenwald hinauf, wo in diesem Tal das Birkhuhn am liebsten lebt. An der Abzweigung bei der Alpe Lavassey biegen wir rechts ab und nach einer Reihe von Serpentinen erreichen wir die Schutzhütte Federico Chabod. Vieles kann unser Interesse anregen, doch sind die Aussicht und die bergsteigerischen Gelegenheiten sicher überwiegend. Von hier kann man als Variante zur Schutzhütte Vittorio Emanuele II auf einem schönen Hangweg durchqueren (die Abzweigung ist ungefähr 10 Minuten vor der Hütte), und von da steigt man nach Pont Valsavarenche hinunter.



    • Rovenaud - Maisoncles

Ausgangspunkt: Rovenaud (1461 m); Ziel: Maisoncles (1863 m); Höhenmeter: 402 m; Marschzeit hin und zurück: 2:30 Stunden; Schwierigkeitsgrad: T/E; empfohlene Jahreszeit: Juni-September.
Wegbeschreibung: kurz bevor dem Dorf Rovenaud machen wir uns auf den Weg; in diesem Talbereich fängt die imposante Reihe von schneebedeckten Spitzen des Parkherzens an, sichtbar zu sein. Das Dorf ist architektonisch interessant und seine Lage am Rande eines breiten Wiesengebietes erhöht seine Schönheit. Unser Weg führt uns in einen Lärchen- und Fichtenwald hinein, wo der aufmerksame Beobachter die Zeichen der Anwesenheit der kleinen Ortsbewohner (Vögel und Eichhörnchen) entdecken wird. Der leichte Weg führt uns nach einer Reihe von Serpentinen bis zur Alpe Maisoncles; da ist eine Hüttengruppe auf einer Weide, die einst von den Einwohnern von Rovenaud benutzt war.

    • Pont Valsavarenche - Rifugio (Schutzhütte) Vittorio Emanuele II
    • Ausgangspunkt: Pont Valsavarenche (1960 m); Ziel: Rifugio Vittorio Emanuele (2732 m); Höhenmeter: 772 m; Marschzeit hin und zurück: 4 Stunden; Schwierigkeitsgrad: T/E; empfohlene Jahreszeit: Juni-September.

 

    Wegbeschreibung: taleinwärts nach Pont Valsavarenche parken wir das Auto im Parkplatz beim Hotel Gran Paradiso. Wir überqueren die Brücke am Parkplatzende und laufen durch einen grossen Teil der Fläche am Fusse des Vallone (Seitental) di Seyvaz. Jetzt haben wir einen gut markierten und viel begangenen Weg vor uns, der im Lärchenwald hinaufsteigt und einen Felsbalkon erreicht, aus dem das ganze Seitental sichtbar ist. Wir steigen weiter auf dem Weg hinauf und gelangen zum Rifugio Vittorio Emanuele II; in der Nähe liegen ein kleiner See und die alte Hütte, die heutzutage als Winterlager und als Parkwächterhütte benutzt wird.