Schneehase (Lepus timidus)

Im Sommer lebt der Schneehase oberhalb der Baumgrenze, auf den mit Geröll, Felsen und Krummbüschen (Rhododendren, Heidelbeeren, grünen Erlen) bestreuten Weiden, während er im Winter in den Wald hinabsteigt, wo er mehr Zuflüchte und Nahrungsmöglichkeiten findet. Die Höhengrenzen seines Lebensraums liegen zwischen 1100 und 2800 m, und die meistbesuchten Gegenden liegen zwischen 1600 und 2200 m. Diese Tierart ist von saisonalem Dimorphismus gekennzeichnet: Im Winter ist das Fell mit Ausnahme der schwarzen Ohrspitzen ganz weiß. Im Sommer nach der Frühjahrsmauser ist die Farbe dunkelbraun. Der Schneehase ist 46-61 cm lang plus 4-6 cm Schwanz und wiegt 1,5 bis 2,8 kg. Die Hinterbeine sind länger als die Vorderbeine, und die Pfoten sind mit einem dicken Fell bedeckt, um im Schnee vorwärtszukommen. Er ist vorwiegend nachtaktiv, und ernährt sich mit Büschen und Kräutern. Im Winter frisst er auch die Rinde junger Bäume. Er ist beinahe gleichmässig im Park in den geeigneten Umgebungen und auf den oben genannten Höhen verbreitet. Der Weisshase zeigt eine Tendenz zur Verringerung seines Verbreitungsareals und die Bevölkerung ist in starkem Rückgang im ganzen Alpenbogen. Der Park, wo die Tätigkeit des Menschen als Räuber auf ein Minimum reduziert ist, ist ein ideales Forschungsgebiet fur die Bewahrungsprobleme dieser Art. Ein Forschungsprojekt über dem Schneehasen wird derzeit untersucht.

Foto: Andrea Roverselli