FAQ - Häufig gestellte Fragen

1 - Was ist ein Schutzgebiet?

Es ist ein Gebiet mit einem bedeutenden natürlichen und ökologischen Wert, das geschützt und so verwaltet wird, dass es für heutige und zukünftige Generationen erhalten bleibt. Wenn Sie ein Naturschutzgebiet betreten, sind Sie ein Gast der Natur: Bringen Sie den Müll nach Ihren Ausflügen ins Tal zurück, sammeln Sie keine Blumen, Insekten und Mineralien, die Teil der natürlichen Lebensräume des Parks sind, und hinterlassen Sie keine Spuren Ihres Besuches (Auszugs-Verordnung des Nationalparks Gran Paradiso).

2 - Wo ist der Eingang zum Park? Und was kostet der Eintritt?

Die Grenzen des Parks sind nicht eingezäunt: Die fünf Täler des Parks können jederzeit frei besichtigt werden (offensichtlich in Übereinstimmung mit den Vorschriften) und es gibt keine Eintrittskarte! Im Park können Sie mit Führern Wanderungen unternehmen, auf den Wegen wandern oder den botanischen Alpengarten Paradisia, das Kupfer-Ökomuseum in Ronco und die Besucherzentren besichtigen.

3 - Wo können Sie Wildtiere sehen?

Der Park erstreckt sich über mehr als 70.000 Hektar; obwohl es sich nicht um einen Zoo handelt, ist es recht einfach, Wildtiere zu beobachten. Im Winter und Frühling können bereits in den Talböden freie Wildtiere gesichtet werden, während sie im Sommer auf höhere Gebiete ziehen, um sich zu ernähren und so gut für den langen Winter vorbereitet zu sein. Stören Sie sie nicht während dieser Aktivität, die für ihr Überleben im Winter so wichtig ist, und beobachten Sie sie aus der Ferne.

4 - Warum darf ich nicht mein Hund in den Park mitnehmen?

Hunde dürfen, immer an der Leine, nur in den Talbodenbereichen vom 15. Juli bis 15. September auf einigen gemäß den Parkvorschriften festgelegten Wegen geführt werden. Hunde dürfen sich im Park nicht frei bewegen, da sie möglicherweise auf Wildtiere stoßen, die starkem Stress ausgesetzt sein können, selbst wenn sie nicht direkt vom Hund angegriffen werden. Der Hauptgrund für diese Einschränkung ist jedoch, dass unsere Hunde Überträger vieler für Wildtiere gefährlicher Krankheiten sind. Einige davon sind auch Zoonosen, das heißt Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können.

5 - Darf ich Wildtiere füttern?

Füchse, Murmeltiere, Steinböcke, Gämsen usw. dürfen unsere Hilfe nur unter bestimmten Umständen erhalten, auch wenn dies als Geste der Freundlichkeit ihnen gegenüber angesehen werden kann. Wildtiere könnten nämlich unwillkürlich sogar aggressiv reagieren oder sich an die Anwesenheit des Menschen gewöhnen, wodurch der Instinkt und die Fähigkeit, sich Nahrung zu besorgen, verloren gehen und die Regeln der natürlichen Selektion verletzt werden. Versuchen Sie also nicht, sich ihnen zu nähern, sondern beobachten Sie sie von weitem, damit sie friedlich essen können!

6 - Ich möchte für den Park arbeiten; wie kann ich mich bewerben?

Der Park ist eine halbstaatliche Einrichtung; Der Zugang zu Arbeitsplätzen erfolgt durch öffentlichen Wettbewerb. Wir empfehlen Ihnen, die URP-Seiten dieser Website auf laufende Auswahlen zu überprüfen. Für Vorschläge zur Zusammenarbeit wenden Sie sich an die einzelnen Parkabteile. Für Anfragen zu Freiwilligenarbeit und Praktika verweisen wir Sie auf die entsprechenden Abschnitte der Website.

7 - Wo darf ich im Park campen?

Tiere reagieren empfindlich auf die Anwesenheit des Menschen. Wenn Sie campen, wo Sie wollen, werden Sie die Tierwelt stören, die Weiden ruinieren und die Zerstreuung von Abfällen in der Umwelt verursachen. Wenn Sie im Park zelten möchten, sind Sie herzlich in den bewilligten Campingplätzen willkommen. Es ist nicht gestattet, außerhalb der bewilligten Campingplätzen zu campen. Aus Notfallgründen ist Biwakieren für eine einzige Nacht Bergsteigern erlaubt, falls keine Schutzhütten in der Nähe vorhanden sind oder wenn dieselben vollbesetzt sind. Auch Wohnmobile dürfen nur in bewilligten Campingplätzen oder auf ausgestatteten Stellplätzen stehen. (Unterkunft) (Verordnung für die touristische Nutzung des Nationalparks Gran Paradiso, Artikel 10).

Es wird mitgeteilt, dass durch Beschluss des Verwaltungsrates Nr. 19 vom 26.04.2021  der folgende letzte Satz dem Art. 10, Absatz 1 der Verordnung für die touristische Nutzung des Parks, beigefügt wurde: "In Anbetracht der auf zentraler und lokaler Ebene vorgesehenen Maßnahmen gegen COVID-19 ist nur für 2021 im Park auch in unmittelbarer Nähe der vorhandenen Biwaks mit einem Zelt biwakieren zulässig, und das ausschließlich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, falls dies angesichts der durch den COVID-19-Notfall auferlegten Zugangsbeschränkungen als angemessen erachtet wird, um die eigene und der anderen Gesundheit zu schützen".

8 - Stimmt es, dass ich nicht im Park bauen darf? Was soll ich tun, wenn ich an meinem Haus arbeiten muss?

Für alle Bauarbeiten, die im Park ausgeführt werden sollen, muss die Genehmigung der Parkdirektion auf der Grundlage des Gesetzes 394/1991 beantragt werden, die innerhalb von maximal 60 Tagen ausgestellt werden muss (um weitere 30 Tage ein einziges Mal verlängerbar). (So beantragen Sie eine Baugenehmigung)

9 - Wildschweine haben meinem Boden Schäden angerichtet. Wie kann ich einen Schadenersatz erhalten?

Im Falle von Schäden, die durch Wildtiere am Boden im Parkgebiet verursacht wurden, muss innerhalb von 10 Tagen nach Feststellung des Schadens an den Anbauten ein Antrag auf Entschädigung bei dem Talsitz des zuständigen Überwachungsdienstes gestellt werden. Falls ein Schaden an Landwirtschafts-Haustieren entstand , die gemäß den Sömmerungsvorschriften gehalten werden, muss innerhalb von 24 Stunden nach dem Raubtierereignis der Tierarzt der zuständigen ASL und das Personal des Park-Überwachungsdienstes des betreffenden Tales um Intervention gebeten werden; folgend muss man den Schadenersatz innerhalb 20 Tagen beantragen. (So beantragen Sie Ersatz von durch Wildtiere verursachten Schàden an Äckern, Wiesen und Feldern innerhalb des Nationalparks Gran Paradiso)

10 - Warum ist Paragliding im Park nicht erlaubt?

Überflüge stellen immer im Park wie in jedem anderen italienischen nationalen Schutzgebiet nach Rahmengesetz 394 über Schutzgebiete eine Straftat. Zahlreiche Studien, die in den letzten Jahren im alpinen Umfeld durchgeführt wurden, zeigen, wie Paragliding die Tierwelt und insbesondere die Huftiere wie Gämsen und Steinböcke erheblich stören kann. Um die Gründe für das Verbot zu verstehen, lesen Sie den Artikel "Paragliding im Nationalpark Gran Paradiso? Die Gründe für ein Verbot".

11 - Warum füttern wir keine Tiere?

Auch wir finden es traurig, Gämsen erschöpft neben der Straße zu sehen, die uns mit schmachtendem Blick zuschauen und vor Hunger sterben. Und sicherlich scheint es aus emotionaler Sicht nicht ungehörig, diesen Tieren ein wenig Heu bereitzustellen. Aber was emotional gut ist, ist nicht unbedingt technisch korrekt und nützlich. Versuchen wir also, über die Emotionalität hinauszugehen und die Dinge so zu sehen, wie sie sind und bedeuten. Füttern ist unkorrekt, weil es bedeutet, den Winter nicht wirken zu lassen und so ungeeigneten Individuen das Überleben ermöglicht; der Winter ist nämlich das einzige wirklich selektive Element in den Alpen ist. Die Ergebnisse sind die Tierüberzahl, die Schädigung der Vegetation, die Veränderung der Futterquellen, die Durchsetzung von teilweise epidemischen Pathologien, der qualitative Verfall der Bevölkerung und schwerwiegende Ungleichgewichte in der Bevölkerungsdynamik. Um mehr zu erfahren, können Sie diese vertiefende Erklärungen und das vom Studienzentrum für alpine Fauna erstellte Dokument herunterladen und lesen.

12 - Was ist in Notfällen zu tun?

Bei direkter Sichtung eines Waldbrands, Auffinden toter Tiere mit offensichtlichen Krankheitssymptomen, Erdrutsch - Flut - Lawine folgen Sie den Bestimmungen in den entsprechenden Dokumenten und wenden Sie sich an die aufgeführten Notrufnummern.